Raspberry Pi: 30-€-PC mit vielen Einsatzmöglichkeiten

Das Raspberry Pi ist eine Platine, die mit ihrem USB, HDMI, LAN und Audio-Anschluss viele Möglicheiten bietet. Sie ist ein kleiner Computer.

  1. RPi als Stereoanlage verwenden.
  2. Mittels RPi  Handy-Fotos oder Internet-Videos auf dem eigenen Fernseher anschauen (ZDF-Mediathek,…).
  3. RPi als eigenen Server verwenden.
  4. Weitere Möglichkeiten

Die RPi hat meines Erachtens mehrere Vorteile. (1) Der Preis ist recht günstig. WLAN-Lautsprecher oder Internet- bzw. Medien-taugliche Fernseher sind teuer, die Software basiert oft auf keinem öffentlichen Standard, sie bieten meist nur unregelmäßig Software-Updates und zudem senden manche ungewollt Daten ins Netz. (2) Mit der RPi kann man leicht alte Geräte zur Ausgabe moderner Medien umfunktionieren, was auch die Umwelt schont. Der Betrieb eines Raspi ist resourcenschonend, sie verbraucht sehr wenig Strom. (3) Ist der jetzige Verwendungszweck nicht mehr gewünscht, kann die RPi für einen möglicherweise ganz anderen Zweck verwendet werden.

Der Nachteil ist, dass man sich ein bisschen mit der Software auseinandersetzen muss.

Nettes Video, das einige Möglichkeiten des RPi zeigt

Bedienung mit dem Handy

Im Prinzip geht die Bedienung einer RPi mit allen Apps, die das UPnP-Protokoll oder Airplay beherrschen. Das kann z.B. die Fritz-Box-App.

Eine gute Android-App, mit der man alle Medien auf einer RPi abspielen kann ist BubbleUPnP (3,49 €). Falls du eine bessere App kennst, bitte Bescheid sagen. Das Abspielen mit der BubbleUPnP funktioniert so:

  1. Unter „DEVICES“ den „RENDERER“ (das ist das Abspielgerät, also die Raspberry Pi) und die „LIBRARY“ (das ist die Quelle, auf der die abzuspielenden Daten liegen) auswählen. Bei der Raspi muss zuvor natürlich unter den Einstellungen „UPnP Renderer aktivieren“ ausgewählt und die Fernsteuerung zugelassen werden.
  2. Unter „LIBRARY“ die abzuspielenden Daten auswählen.

1. RPi als Stereoanlage

Zum Beispiel kann man in die Küche eine RPi legen, die mit dem Router (über LAN oder WLAN) verbunden ist. An die RPi über ein Audio-Kabel (Miniklinkenstecker) einen Lautsprecher oder ein altes Radio mit einem Line-In-Eingang anschließen. Und schon kann man über das eigene Handy gesteuert Musik hören. Die Musik-Dateien können dabei im Internet, auf dem Handy, auf dem eigenen Computer, auf einer NAS, auf einer an die Raspberry Pi angeschlossenen USB-Festplatte oder einem angeschlossenen USB-Stick liegen.

Installation

Hat man alle Kabel, braucht man nur noch eine SD-Karte, auf die man das Betriebssystem installieren muss. Das dauert, wenn man’s ein Mal gemacht hat, ca. 5 Minuten. Die SD-Karte sollte 4 GB groß sein. (Für Kodi reicht 1 GB.)

Danach einfach die Karte in die RPi stecken. Jetzt will man vermutlich noch ein paar Einstellungen im Betriebssystem vornehmen, z. B. ob der Audio-Ausgang der analoge oder der HDMI-Ausgang sein soll. Dazu einfach einen Bildschirm (evtl. über einen Adapter) und eine USB-Maus oder -Tastatur anschließen. Sobald das Raspi Strom bekommt, fährt es hoch und ist bereit.

Optimierung der Audio-Qualität

Bei den alten Modellen ist anscheinend die Audio-Qualität nur mittelmäßig, wenn man den normalen Stereo-Ausgang benutzt. Das habe ich zwar nicht gehört, aber für rund 40 € kann man wohl schönere Sinus-Kurven bekommen. Die Zusatzkarte, die man dazu auf’s RPi montieren kann, heißt HiFiBerry. Teurere Alternativen, und eine Begründung warum ein direktes Anlöten einers D/A-Wandlers besser ist als einen DAC über USB zu verwenden (7 bis unendlich Euro), findet man hier.

Mehr zum Thema Optimierung der Audio-Qualität kann man bei Raspyfi bzw. Volumio nachlesen. Hier kann man auch ein für Audio optimiertes Betriebssystem (Volumio statt Raspbmc oder OpenElec) finden, das ich aber noch nicht selbst ausprobiert habe. Eine Anleitung findet man auch beim Raspi-Forum.

2. Mittels RPi Internet-Videos auf dem eigenen Fernseher anschauen

Funktioniert genau so wie bei 1.

Gute Apps, um Videos aus dem Internet zu streamen sind

Man kann aber auch einfach über den Handy-Browser auf die gewünschte Internetseite gehen und dort den Link des abzuspielenden Mediums an BubbleUPnP senden. Dazu ist die App

notwendig. Außerdem bietet sich für das Streamen von Medien aus dem Internet die Android-App

an.

3. RPi als eigener Server

Stichworte: ArkOS, SSL, OwnCloud

  1. http://www.kuketz-blog.de/projekt-arkos-raus-aus-der-cloud/
  2. http://www.kuketz-blog.de/projekt-arkos-hardware-und-installation/
  3. http://www.kuketz-blog.de/projekt-arkos-erste-konfigurationsschritte/
  4. http://www.kuketz-blog.de/projekt-arkos-installation-ssl-zertifikat/
  5. http://www.kuketz-blog.de/owncloud-eine-alternative-zu-nebuloesen-cloud-diensten/

4. Weitere Möglichkeiten

http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-uebersicht

Das RPi im Klassenzimmer

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