Wir schaffen das

Wollen wir es schaffen?

Die Frage, ob wir die Integration der Flüchtlinge schaffen können, führt zu weiteren Fragen. Eine davon ist:

Wollen wir dafür Geld ausgeben?

Ich bin kein Experte in Sachen Wirtschaft. Ich will daher bezüglich der Frage, ob die Finanzierung von Flüchtlingen zu teuer für die deutsche Staatskasse ist, daher nur Gedankenspiele und keine gut recherchierte Antwort anbieten. Meine These ist, dass die Frage meiner Überschrift mit der Frage einher geht, ob wir die die Flüchtlingssituation dazu nutzen wollen, mehr Gerechtigkeit ins Steuersystem zu bringen.

Das Honeß-Argument

Die TAZ schreibt, „Deutschland selbst ist eine gigantische Steueroase für die Privilegierten und die Unternehmen.“ Sie schreibt, dass unserem Staat 28 Mrd. € Steuern pro Jahr allein durch Privilegierung von Großkonzernen entgehen; durch Steuerhinterziehung zusätzlich 50 Mrd. Ich beschränke mich auf die 28 Mrd. und nehme an, dass ein Flüchtling mit 900 € pro Monat vom Staat unterstützt werden muss. Damit ergibt sich durch einfache Dreisatz-Rechnung, dass man mit einer stringenten Besteuerung der Großunternehmen 2,5 Mio. Flüchtlinge pro Jahr unterstützen könnte. Man müsste dazu noch nicht einmal Grenzen für die Steuerflüchtlinge wie Hoeneß bauen.

Das Schaeffler-Argument

Die Enteignung des reichsten Menschen Deutschlands, Georg Schaeffler würde 2,2 Mio. Flüchtlinge ein Jahr lang finanzieren. Rein utilitaristisch gesehen wäre das legitim, aber wir wollen ja keine Minderheiten diskriminieren.

Oder vielleicht doch(?): 2 % der Erbschaftsfälle vereinen etwa ein Drittel des gesamten Erbschaftsvolumens. Diese 2 % der reichsten Deutschen vererben in zehn Jahren ca. 1,4 Billionen Euro. Damit könnte man 5 Jahre lang jedes Jahr 1 Mio. Flüchtlinge aufnehmen – und kein einziger müsste eine Arbeit finden.

Wäre eine Obergrenze bei Vererbungen gerecht?

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